Allgemein

Austausch im Drucksaal

«Wir benötigen einen Lernplan» schrieb mir ein Teilnehmer der Gruppe «Lerne Steindruck». Eine Aussage auf der Suche nach Konzept und Effizienz; ein angepeiltes Lernziel mit Einleitung und mehreren Kapiteln, wo jede interessierte Person damit geführt wird.

Ist das innovativ?

Ich gehe mit dieser Frage zu meinem fünfundzwanzig Jahre älteren Kollegen, weil ich den schnellen Wissensaustausch liebe. Statt lange zu recherchieren frage ich die Quelle Willy Etter, er ist Ideenpate des Lernprogramms und ich organisiere die Teilnehmenden und dokumentiere akribisch aGG. Alles Gesagte und Gezeigte.

Ein Gespräch an der Kaffeemaschine wird zum Generationenaustausch. Designer:innen, ein Illustrator, eine Landschaftsarchitektin, eine Sozialpädogogin und ein Sozialpädagoge – allesamt Kunstschaffende arbeiten nebeneinander. Diese Mischung führt oft zu ungewöhnlichen Lösungsansätzen, weil Herausforderungen aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Unser Steindruckplatz macht es in der Gruppe leicht, neue Projekte zu starten. Sie fördert die Experimentierfreude, Produktideen und das Weiterentwickeln solcher Formate. Ja, bei uns wird «Sharing-Mentalität» gelebt, wir sprechen über Ideen, bekommen Feedback und verbessern sie so schneller.

Das ist innovativ!

Was hat mir Willy nun geantwortet? «Früher hatte man keine Lernpläne. Alles was wir jetzt machen, dürfen wir selber erfinden!».
Es gibt kein Markt für Lithografien mehr, wenige Steindrucker:innen und vorallem nur noch zwei Litho-Schnellpressen in der Schweiz.

Es gibt aber die HPM Druck- und Buchmesse in Frauenfeld, die «Print»-Tage im PROGR Bern und schöne Drucktage in Ateliers wie zum Beispiel im Officina Helvetica in Biel.