Man of the Millennium

Johannes Gutenberg würde sich gut in unserer Druckerei zurecht finden. Er war ein gewiefter Mann, welcher auch an der Digitalisierung seine Freude hätte. Denn beide Kulturrevolutionen treffen sich in unserer Werkstatt.
Buchdruck Mit satter Farbe entsteht beim Drucken ein leichter Hof zwischen Druck und Papier. Die Unschärfe schmeichelt unserem Auge wie Wolle der Haut. Für diesen angenehmen Effekt brauchen wir nicht länger Druckschriften aus Blei, die man als kiloschwere Formen in die Maschine heben und für jede Korrektur wieder aus- und einbauen muss. Dafür setzt man heute Polymerklischées ein, die direkt vom Computer in die Belichtung fliesst. Wir sind keine Mittelalterromantiker doch wir wollen das Wissen nicht in Vergessenheit geraten lassen, deshalb können Sie bei uns die schweren Formen noch ansehen und wenn Sie möchten auch selber eine zusammenstellen.
Die Arbeit am Computer ermöglicht uns typografische Finessen und eine riesige Schriftauswahl auf die wir aber auch nicht verzichten wollen.

Am Samstag 4. Februar jährt sich Gutenbergs Todestag bereits zum 550. Mal
Nehmen Sie das zum Anlass, um selber einmal die besagten Bleibuchstaben in den Winkelhaken zu setzen. Wir erwarten Sie gerne in der Setzerei des Vereins.

Zweimal Achtzig


Am Samstag, 6. Januar 2018 war die Werkstatt geschlossen. Dafür gab es einen triftigen Grund: Wir folgten, gemeinsam mit Familie und Freunden, an diesem Tag Louis und Erich Egli nach Hintergoldingen und wanderten zur Chrüzegg, um ihren Geburtstag zu feiern. Da sie ihren Traum der Buchdruckwerkstatt seit bald drei Jahren mit viel Zeit, Geld und Energie umsetzen, wünschen Sie sich, dass anstatt von Geschenken der Verein Weiss- und Schwarzkunst finanziell berücksichtigt würde. Ob in Form einer Mitgliedschaft oder einem einmaligen Gönnerbeitrag.
Ihr Mitengagement freut und motiviert uns beim Aufbau dieses vielseitigen Projektes. Herzlichen Dank

So viel Einsatz, so viel erreicht!


Stolz präsentieren wir das neue Winterbier mit eigener Etikette und Untersetzer. Es sind noch einige Flaschen in der Kühle, die probiert werden dürfen.

Wir blicken mit Dank zurück auf das zu Ende gehende Jahr. Dank dafür, dass Sie den Verein und seine Anliegen mittragen. Dank für all die wertvollen Ideen, das geteilte Wissen, die unzähligen Arbeitsstunden, die spannenden und lehrreichen Gespräche, die Freundschaft und nicht zuletzt dafür, dass Sie den Verein finanziell unterstützen.
Was daraus allein in diesem Jahr alles entstanden ist! Handgeschöpftes und Untersetzer erweitern unser Angebot und machen nicht nur uns Freude, sondern auch unseren Kunden. Aus dem Kellerraum «Mond» haben wir für den Heidelberger Zylinder das Buchdruckatelier «Mond» geschaffen. Interessierte und interessante Menschen haben uns in der Werkstatt besucht und an Workshops teilgenommen, haben gestaunt und waren begeistert. Dabei lernten auch wir viel und nehmen all den Schwung und die neuen Erfahrungen mit in die Zukunft.

Wir wünschen Ihnen alles Gute für 2018: Auf in ein glückliches Neues Jahr mit Freude, Kreativität, Glück, Durchhaltewillen, Lachen und Zufriedenheit.

Herzliche Grüsse
Yvonne und Roger Tschopp-Camenzind

Unterstützer und Mitglieder

Mit Ihrer Mitgliedschaft unterstützen Sie die Plattform für den Austausch von Wissen und Handfertigkeiten für Generationen. Für Alle.
Wir suchen Sie, weil Sie kulturell wertvolle Oldtimermaschinen erhalten wollen, einzigartige Papier- und Druckprodukte lieben und / oder die spannende Werkstatt nutzen möchten. Indem Sie Ihr Knowhow anwenden und vermitteln oder Tätigkeiten erlernen möchten.
Gott grüss‘ die Kunst!

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Neues Aktivmitglied

Rosmarie ist schon mittendrin. Ihre handgeschöpften Papiere sind leicht wie ein Kopierpapier (80 gm2) jedoch viel schöner. Mit ihren marmorierten Produkte könnte sie bei sich zu Hause schon einen Kiosk aufmachen. Doch das will sie vielleicht gar nicht, denn es ist ihr die grössere Freude die eigenen Ideen umzusetzen. Wenn Rosmarie morgens fröhlich in die Werkstatt kommt, reiste sie bereits von Zürich nach Hochdorf um schwärmt von der schönen Landschaft.

3. Generalversammlung ist Geschichte

Die anwesenden Mitgliedern nahmen alle Traktanden einstimmig an. Vorstand und Revisionsstelle bestätigt. Der Revisor schenkte dem Verein ein wunderbar schöner Druck einer Intertype. Er übergab das mit schwarz-weissem Papier eingepackte Bilderrahmen dem Maschinensetzer Louis, welcher es mit einem Lächeln im Gesicht auspackte. Dieses Bild schmückt bereits die Wand neben unserer Interype.
Auch die Handwerkskunst kam neben vielen Gesprächen nicht zu knapp. Wir schöpften Papier, marmorierten, gedruckten und setzten. Es wurden Pläne geschmiedet und Tätigkeiten angeboten. Agnes danken wir herzlich für die feinen Apérobrötli.
Ein Dankeschön für diesen tollen Anlass, für das Vertrauen und an alle aktiven Mitglieder.

Prägedruck für unsere Weihnachtskarten

Der Handtiegel Gietz hatte am Samstag einen anstrengenden Tag erlebt. Erich richtete ihn geduldig ein und brachte das gewünschte Werk mühelos zu stande. Der Prägedruck wird wieder modern und heisst jetzt Letterpress. Was auf der Plattform Pinterest.com aus der ganzen Welt zu bestaunen ist, drucken wir in Hochdorf natürlich auch.

Praegung

Adventszeit

«Diese Generalversammlung war ein richtig schöner Nachmittag»

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Am Samstag hielten wir mit 19 Mitgliedern und vier Gästen die ordentliche zweite Generalversammlung des Vereins Weiss- und Schwarzkunst ab. Bereits vor dem offiziellen Teil, konnten Louis und Erich die Mitglieder mit dem neu installierten Umschmelzofen faszinieren (schauen Sie das Video vom ersten Teil im Anschluss dieses Berichtes).
Trotz der im Vorfeld sorgfältig erarbeiteten Präsenzliste, wurden nicht alle Stühle besetzt. Unser Präsident Roger Tschopp, der Vorstand mit Louis Egli, Linus Weibel und Yvonne Tschopp-Camenzind wurden von den Mitgliedern einstimmig bestätigt. Auch zum Jahresabschluss 2015 und dem Jahresbericht des Präsidenten gab es lauten Applaus. Nach dem offiziellen Teil stellte uns Robert Galliker den Verein Innovage vor. Der Verein coacht jeweils als Zweierteam ein Startup-Unternehmen oder eine Institution, wie wir es sind. Bei uns kämmten sie die vielen Ideen durch und brachten sie gemeinsam mit Roger und Yvonne Tschopp-Camenzind in einem Konzept unter. R. Galliker und A. Meyer fungieren mit ihrem persönlichen Netzwerk auch als Türöffner, denn mit dem Besuch einer Schulleiterin, des Geschäftsführers eines grossen nationalen Kursanbieters und eines Museumsdirektors werden die Ideen konkret.
Unser liebes Hansheiri-Zweifel-Stübli-Gönnerpaar Lilianne und Hansheiri Zweifel schenkten unserem Anlass eine «königliche» Note (Zitat Louis). Die Chipskönigin versorgte uns grosszügig mit den feinsten Zweifel-Chips. «Hellgelb» und «Dunkelrot» des Weingutes Heidegg von Peter Schuler mundeten unvergleichlich gut zu den Apéroplatten (kaltes Fleisch, Käse, Olivenstängeli und Früchte). Die Brownies waren so herrlich, dass ich fünfmal sagen durfte, dass sie Maria Leu’s Werk seien.
Mit grossem Interesse schauten Mitglieder und Gäste, wie Louis die Zeilengiessmaschine Intertype bediente, wie sie wieder selber die Matrizen ablegte. Wir schmiedeten neue Ideen für die kommenden Marktverkäufe und schöpften sogar ein paar Blätter Papier.
Die Quintessenz: die Zeit verflog viel zu schnell. Herzlichen Dank an alle Besucher – ob sie erzählt oder zugehört haben, ob sie vorbereitet oder genossen haben – es war ein richtig schöner Samstagnachmittag.

Die silbernen Bleistangen sind so schön geworden, dass Sie sie anschauen kommen sollten. Bis bald in der Buchdruckwerkstatt in Hochdorf!

Bleistangen giessen, Teil 2 from Weiss- und Schwarzkunst on Vimeo.

Büttenbad – Blütenbad

Um mit dem Ferienpass der Primarschülerinnen und -schüler das Papierschöpfatelier einzuweihen, erhielt Roger den Zellstoff direkt von der Papierfabrik Perlen. Er war noch warm! Wie frische Brötchen. Jetzt im Sommer schöpfen wir das Papier natürlich gerne aus kaltem Wasser. Der Gedanke an die gigantische Papiermaschine an der unser Papiermachermeister Peter Schmidt täglich steht, wo es dampft und ohrenbetäubend ist, steht im krassen Gegenteil zu unserem beschaulichen Atelier, wo mir kürzlich beim Papiermachen die Idee kam in der Barrique-Bütte ein Bad zu nehmen. Ohne Zellstoff, mit den gesammelten Blütenblätter wäre es doch schön. Doch ich muss mich noch gedulden, weil ich noch Papiermacherlehrling bin und das Büttenbad als ehrwürdigen Abschluss und als Taufe zum Jünger Gutenberg vorenthalten ist. Natürlich wurde ich als Schriftsetzerin gegautscht (1990, EPA-Platz, Zug) – das gilt wohl auch als Papiermacherin.

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