«Diese Generalversammlung war ein richtig schöner Nachmittag»

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Am Samstag hielten wir mit 19 Mitgliedern und vier Gästen die ordentliche zweite Generalversammlung des Vereins Weiss- und Schwarzkunst ab. Bereits vor dem offiziellen Teil, konnten Louis und Erich die Mitglieder mit dem neu installierten Umschmelzofen faszinieren (schauen Sie das Video vom ersten Teil im Anschluss dieses Berichtes).
Trotz der im Vorfeld sorgfältig erarbeiteten Präsenzliste, wurden nicht alle Stühle besetzt. Unser Präsident Roger Tschopp, der Vorstand mit Louis Egli, Linus Weibel und Yvonne Tschopp-Camenzind wurden von den Mitgliedern einstimmig bestätigt. Auch zum Jahresabschluss 2015 und dem Jahresbericht des Präsidenten gab es lauten Applaus. Nach dem offiziellen Teil stellte uns Robert Galliker den Verein Innovage vor. Der Verein coacht jeweils als Zweierteam ein Startup-Unternehmen oder eine Institution, wie wir es sind. Bei uns kämmten sie die vielen Ideen durch und brachten sie gemeinsam mit Roger und Yvonne Tschopp-Camenzind in einem Konzept unter. R. Galliker und A. Meyer fungieren mit ihrem persönlichen Netzwerk auch als Türöffner, denn mit dem Besuch einer Schulleiterin, des Geschäftsführers eines grossen nationalen Kursanbieters und eines Museumsdirektors werden die Ideen konkret.
Unser liebes Hansheiri-Zweifel-Stübli-Gönnerpaar Lilianne und Hansheiri Zweifel schenkten unserem Anlass eine «königliche» Note (Zitat Louis). Die Chipskönigin versorgte uns grosszügig mit den feinsten Zweifel-Chips. «Hellgelb» und «Dunkelrot» des Weingutes Heidegg von Peter Schuler mundeten unvergleichlich gut zu den Apéroplatten (kaltes Fleisch, Käse, Olivenstängeli und Früchte). Die Brownies waren so herrlich, dass ich fünfmal sagen durfte, dass sie Maria Leu’s Werk seien.
Mit grossem Interesse schauten Mitglieder und Gäste, wie Louis die Zeilengiessmaschine Intertype bediente, wie sie wieder selber die Matrizen ablegte. Wir schmiedeten neue Ideen für die kommenden Marktverkäufe und schöpften sogar ein paar Blätter Papier.
Die Quintessenz: die Zeit verflog viel zu schnell. Herzlichen Dank an alle Besucher – ob sie erzählt oder zugehört haben, ob sie vorbereitet oder genossen haben – es war ein richtig schöner Samstagnachmittag.

Büttenbad – Blütenbad

Um mit dem Ferienpass der Primarschülerinnen und -schüler das Papierschöpfatelier einzuweihen, erhielt Roger den Zellstoff direkt von der Papierfabrik Perlen. Er war noch warm! Wie frische Brötchen. Jetzt im Sommer schöpfen wir das Papier natürlich gerne aus kaltem Wasser. Der Gedanke an die gigantische Papiermaschine an der unser Papiermachermeister Peter Schmidt täglich steht, wo es dampft und ohrenbetäubend ist, steht im krassen Gegenteil zu unserem beschaulichen Atelier, wo mir kürzlich beim Papiermachen die Idee kam in der Barrique-Bütte ein Bad zu nehmen. Ohne Zellstoff, mit den gesammelten Blütenblätter wäre es doch schön. Doch ich muss mich noch gedulden, weil ich noch Papiermacherlehrling bin und das Büttenbad als ehrwürdigen Abschluss und als Taufe zum Jünger Gutenberg vorenthalten ist. Natürlich wurde ich als Schriftsetzerin gegautscht (1990, EPA-Platz, Zug) – das gilt wohl auch als Papiermacherin.

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Ferienpass der Gemeinde Hochdorf

Wir freuen uns im Namen der Jugendanimation – Treff 7 – Hochdorf zwei Ferienpass-Atelier anbieten zu dürfen.
Papierschöpfen, am Freitag, 15. Juli, 13.30 – 16.30 Uhr, 3. – 6. PrimarstufePapier Marmorieren, am Donnerstag, 21. Juli, 13.30 – 16.30 Uhr, 3. – 6. Primarstufe

Jetzt blühen soviele Blumen, wie zum Beispiel die Vergissmeinnicht. Bitte sammelt und presst sie für mich, damit wir sie in das Büttenpapier einstreuen können. Meine Pressen sind bald voll.

Auf Augenhöhe im Generationenprojekt

Mit der Generationenakademie(.ch), realisiert das Migros-Kulturprozent ein zukunfts­weisendes Projekt-Netzwerk für Menschen jeden Alters. Unser Verein ist ein solches Generationenprojekt, das zeigte mir der Workshop Entwicklungsraum für Generationen-Projekte in Luzern ganz deutlich.
Für die jungen älteren Fachleute ist der Wissenstransfer wichtig, sie erhalten im Austausch mit anderen Interessen- oder Altersgruppen ihre Aktivität und ihre Kommunikation. Mit ihrem Knowhow und den Handfertigkeiten schaffen sie für jüngere Gene­rationen ein Betätigungsfeld für Erwerb und Hobby. Sie erhalten von den Jungen ganz einfache digitale Anwenderkenntnisse (falls nötig) und interessante, neue Blickwinkel.

Mit offenen Augen und Ohren, Engagement und zielgerichtetem Coaching entwickeln wir uns prozessorientiert zu einer sozialen Institution fort, die betriebswirtschaftlich geführt und langfristig durch eigene Kraft tragend wird.

Unterstützen Sie uns im Aufbau damit das Projekt ins Rollen kommt? Gerne senden wir Ihnen weitere Unterlagen.

Akzidenz und Bleiläuse sind Fachausdrücke

Spitzlicht    Die hellsten Tonwerte einer Aufsichtsvorlage oder eines Diapositivs. Der Begriff stammt ursprünglich aus der Malerei.
Kalligrafie    Ist die Kunst des Schönschreibens von Hand, mit Federkiel, Pinsel, Tinte oder anderen Schreibutensilien.
Fadenzähler    Starke Lupe mit einer drei- bis zwölffachen Vergrößerung, die in der Druckvorstufe zur Raster- und Passerkontrolle dient.
Gott grüss die Kunst!

Literaturfest Luzern

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Kleinverleger und bibliophile Spezialisten breiten ihre Schätze aus
(Zentralschweiz am Sonntag)
Mit dem Buchmarkt 2016 in der Kornschütte klingt das «ans Werk gehen» deutlich an. Unser Wunsch, neben witzigen Notizblöcklis und edlen Fotokarten auch spezielle Buchprojekte anzugehen, wird vom Angebot der Kollegen und Anfragen von Besuchern bestärkt. Herzlichen Dank für Ihren Besuch, es war uns keinen Moment langweilig.
Wir freuen uns jetzt schon auf das Fest vom 9. bis 12. März 2017.

Erster Kurs mit Schulklasse

Am Mittwoch, 2. März besuchten uns fünf Mädchen (der 4.–9. Klassen mit Hörbeeinträchtigung, HPZ Hohenrain) und ihre beiden Lehrerinnen mit neugierigen Augen und fleissigen Händen. Roger erzählt ja gerne mit seinen Händen, doch diesmal war es weder nötig noch hilfreich. Die Kinder schauten auf die Lehrerin, die sie in ihrer Muttersprache, der Gebärdensprache über seine Ausführungen informierte. Beim Papierschöpfen, Papierprägen und Setzen von Bleilettern schauten die Mädchen jedoch sehr genau auf Roger Hände. Sie merkten auch gleich, wenn etwas davon abwich, was die Lehrerin ihnen erklärte. Die detaillierten Fragen sprachen von echtem Interesse.
Kommt wieder um in der Werkstatt zu arbeiten und probiert auch das einschöpfen von kleinen Objekten ins Papier aus. Danke für euren Besuch, bis bald, wir freuen uns auch.

Frauenbund Hochdorf

Willkommen liebe Hofderer Frauen. Schön sahen sie uns in der Werkstatt über die Schultern. Entdeckten die gewichtigen Bleiletter eines Handsetzers und das Drucken im Buchdruck. Wir erlebten in ihrer netten Gesellschaft einen interessanten Abend. Herzlichen Dank.

Besuch im Gutenbergmuseum

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Natürlich wollten wir selber Handanlegen. Mitarbeiterinnen vom Atelier Pilonaos von Fribourg zeigten uns wie man eine Monotypie macht. www.pilonaos.ch

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Erich Egli (rechts) schaut Emil Schneuwly genau auf die Finger.

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Louis Egli (links) im Gespräch. Im Rücken die Zeilengiessmaschine Ludlow.